Große und kleine Bilder

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Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild. Vor allem wenn es immer das selbe Bild ist. Oder?

Im Prinzip schon. Solange das Bild seine Dimensionen nicht ändert. Und damit meine ich nicht mal die von allen Seiten beschworene „Auflösung“ eines Bildes. Ein Problem das übrigens in der analogen Fotografie schon bestand. Ein Film hatte entweder ein feines Korn, war dann aber nicht so Lichtempfindlich. Oder der Film war sehr aufnahmebereit für Licht, benötigte dazu aber relativ großes Korn. Wird das analoge Foto stark vergrößert kommt das Filmkorn deutlich sichtbar raus.

Simulation von Filmkorn in Capture One

ohne Filmkorn
sanftes Korn

deutliches Korn

In der digitalen Fotografie sind es die Pixel die einem mit zunehmender Größe der Prints auffallen. Bilder mit „niedriger Auflösung“ können nicht so stark vergrößert werden wie Fotos mit hoher Auflösung. Dieses Problem wird immer weniger relevant. Ein Foto mit 12 Megapixel kann bis zu einer Größe von DIN A1 (60x80cm) gedruckt werden. Ein Wert den heutige Smartphones üblicherweise übertreffen.

Aber darum geht es mir nicht. Mir ist aufgefallen, ich möchte meine Bilder am liebsten ganz groß zeigen. Nicht mal weil ich damit angeben will, sondern weil meine bevorzugten Motive detailreich sind. Ja, ich suche geradezu Motive mit vielen Kleinigkeiten in denen man sich verlieren soll. Fotos mit einem einfachen Hauptmotiv liegen mir eher nicht, obwohl ich es immer wieder versuche.

Doch genau diese Fotos mit einem großen, klaren Hauptmotiv sind es, die sich gut auf dem kleinen Display eines Smartphones darstellen lassen. Und so kommt es das ich mit einer Speicherkarte voller „großartiger“ Bilder nach Hause komme, am Computer einige wenige davon auswähle, bearbeite, Details hervorhebe und farblich anpasse, um das Ergebnis dann auf, äh … Instagram zu zeigen. Eine meiner Kameras liefert Bilder in einer Auflösung von 42 Megapixel, die durchaus für eine Fototapete von 3,75 Metern Breite bei voller Zimmerhöhe ausreicht. Gezeigt wird es aber auf einem kleinen Display mit einer Diagonalen von 0,015 Metern.

Was das mit den von mir geliebten Details und Strukturen macht schmerzt mich jedes Mal wenn ich es dann auf Instagram ansehe.

Um diesen Schmerz zu lindern will ich Bilder die ich für gelungen halte hier auf meiner Webseite zeigen. Wer will kann sich also manche der Bilder meiner Instagram-Accounts hier mit mehr Details auf einem größeren Bildschirm ansehen. Oder auf dem Smartphone in die Bilder hinein zoomen um sich einige Details genauer anzusehen.

Und wer das nicht will muss sich weiter wundern warum Bilder von mir auf Instagram irgendwie „deplaziert“ wirken. Nicht alle, aber irgendwie dann doch ganz viele …

Galerie mit 10 Fotos

Industrie in Wuppertal

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